Freitag, 9. November 2012

eine twittergutenachtgeschichte für den hutmann

duuuu, schnattert das gummientchen und landet auf des hutmanns bauch.....

dieser öffnet gnadenhalber eines seiner augen und grummelt...was´n?


ich bin sie leid, all diese hotels und das dauernde kofferpacken nervt auch.
können wir nicht endlich sesshaft werden?
wir suchen uns ein nettes häuschen mit nem grossen pool und ner schönen runden badewanne. und vielleicht findest du ja auch ne tolle frau.....mit der du dann gemeinsam platsch! machen kannst und mit der du dich des nächtens bett!en kannst.


hörst du mir überhaupt zu, fragt das entchen und zwickt den hutmann in den bauch, ein kleines bisschen nur.


ne, sagt der und schliesst sein auge wieder.
du bist ein gummientchen, die können nicht reden...also warum zuhören.

des hutmanns unbestechliche logik.


mittlerweile hat ihn das gummientchen verlassen und wurde zuletzt im schwimmbecken einer kleingartensiedlung gesehen.

und die moral dieser geschicht.....verärgere dein gummientchen nicht!



Mittwoch, 5. September 2012

ich


Ich seh die frau……seh ihr müdes gesicht…ihre eingefallenen wangen…..ihre traurigen augen.......die falten auf ihrer stirn

Gern würde ich sie in den arm nehmen ….sie in einen erholsamen schlaf schaukeln….

Doch dann dreht sie sich zu mir…….und lacht…….

Und ich denke……ist das nun dieselbe frau………ihr gesicht strahlt…..ihre augen leuchten…….jung sieht sie aus…..voller energie……und ich höre ihr lachen und es füllt ihn aus …. den raum …….

Die anderen blicken hoch von ihren zeitungen…….unterbrechen ihre unterhaltung und lächeln……ansteckend ist ihre fröhlichkeit……..

Nur kurz ist er, dieser wandel……wieder ist sie da , die traurige frau…….

Und ich blicke, in die mich wiederspiegelnden glaswände und denke…..

Wie hübsch ich bin…….wenn ich lächle

Dienstag, 28. August 2012

ipod roulette


Ich fahre durch die nacht. Seit stunden. Wie jede nacht. Ich kann nicht schlafen. Will nicht schlafen. Fürchte mich davor die augen zu schliessen. Zu sehen…..was nur ich sehen darf.

Immer wieder erlebe ich es aufs neue……was ich getan habe.
Und so fahre ich durch die finsternis ……stundenlang…..bis der morgen kommt.

Noch ist es nacht, noch hab ich zeit……lass mich einlullen vom geräusch des motors und von den liedern, die mein ipod spielt.

Eingestellt auf zufall……wie immer……und ich fahre und fahre…..bis er irgendwann, in diesen stunden der qual, unser lied spielen wird. 

Denn dann werde ich dir dorthin folgen……wo du wartest……wartest, um mich für meine tat zu bestrafen.

Samstag, 21. Juli 2012

nachtgedanken....wieder einmal



Geschichten schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu schaffen.

Johann Wolfgang von Goethe

..... so macht das die hexe auch......normalerweise......doch zur zeit ist nichts normal.....nichts läuft so, wie es laufen sollte.....chaos im kopf und leben.....positives und negatives wechseln sich ab.....so schnell, dass der geist es nicht mehr verarbeiten kann, die finger nicht schnell genug schreiben können......das vergangene ist noch nicht bereit, sich auf die seite schieben zu lassen, wirkt weiter in die gegenwart......muss noch bearbeitet und katalogisiert werden......erst dann kann´s die hexe sich endlich vom halse schaffen

Samstag, 2. Juni 2012

wieder ein kleines hexenmärchen


Sie ist verliebt, sie ist verliebt…. blubbern die fischlein.
Blödsinn ….. knurrt der kater und tritt gegen das aquarium.
Hexen verlieben sich nicht.

Wer sagt das.....fragt eine der schnecken frech.....jeder kann sich verlieben. ich zum beispiel, verliebe mich jeden tag.

Du dämliche schnecke.....sagt der kater….. was weißt du schon von liebe.

Mehr als du…… meint die schnecke und zeigt dem kater ihre imaginäre kleine schneckenzunge.

Ach, sie hat ja recht …. denkt der kater, während er versucht die aquariumsabdeckung zu öffnen…..ich hab zweiunddreissig kinder, aber ihre mütter hassen mich. Alle, ausnahmslos.

Die abdeckung plumpst auf den boden und der kater wischt sich verschämt die tränen aus den augen …… bevor er sich die freche schnecke fängt.


Mittwoch, 30. Mai 2012

gedankenversteck

wie immer, wenn ich nicht weiter weiss.......flüchte ich hierher......versteck ich mich hinter meinen worten....die rauss müssen aus meinem kopf.....damit ich wieder platz hab....wieder klarer denken kann....


glücklich sollt ich sein......hand in hand mit meiner zweisamkeit durch blühende wiesen springen....ein seelig dämliches lächeln im gesicht.....


statt dessen schlepp ich mich durchs leben.....eine infektion bekämpfend.....die mir die tage verleidet und mich in selbstmitleid versinken lässt.....weil körperliches leid mich schwächt


dazwischen immer wieder das wissen.....das sich etwas ändern muss.....das ich auf dem falschen weg bin.......das ich eine aufgabe habe, die ich erfüllen muss....soll....will


diese immer wieder kehrende angst, dass mir die zeit davonläuft......


diese verdammt zeit....die mir nie genug ist.....nie


die ich vergeude mit arbeit, die ich, der menschen wegen, mag.......aber die mein körper immer öfter verabscheut.....


die ich vergeude mit zweifeln......obwohl ich doch ganz genau weiss, was ich bin.....was ich will


es fehlt nur noch ein kleiner schritt......doch ich bin wie gelähmt und kann ihn nicht gehen


noch nicht.....


bald schon......bald muss ich ihn machen.........damit mein körper heilt und meine seele endlich frei ist













Freitag, 6. April 2012

Sie stand am küchentisch und starrte ins leere.
Ihre gedanken waren weit weg, in der vergangenheit. In der glücklichen zeit. In der zeit, die sie mit ihm verbracht hatte.


So jung war er, so gutaussehend. Umschmeichelte sie, mit komplimenten und fröhlichkeit, brachte sie zum lachen, mit seiner unbeschwertheit.
Jeden tag stand er vor ihrem haus, schenkte ihr blumen, überhäufte sie mit liebesgedichten und bettelte um ihre aufmerksamkeit.


Und irgendwann wollte sie nicht mehr vernünftig sein........sondern in seiner nähe, für immer und ewig.

Nie würde sie die worte vergessen, die er ihr ins ohr flüsterte, in ihrer ersten gemeinsamen nacht. „Ich werde dich lieben, aber ich werde dir auch irgendwann das herz brechen.“


"Nein, mein liebster", flüsterte sie, "ich breche dir deines."

Sie griff nach dem weissen gefäß, dass vor ihr stand und ihre heissen tränen fielen auf sein tiefgefrorenes herz, während sie es in tausend stücke zerbrach.