Samstag, 2. Juni 2012

wieder ein kleines hexenmärchen


Sie ist verliebt, sie ist verliebt…. blubbern die fischlein.
Blödsinn ….. knurrt der kater und tritt gegen das aquarium.
Hexen verlieben sich nicht.

Wer sagt das.....fragt eine der schnecken frech.....jeder kann sich verlieben. ich zum beispiel, verliebe mich jeden tag.

Du dämliche schnecke.....sagt der kater….. was weißt du schon von liebe.

Mehr als du…… meint die schnecke und zeigt dem kater ihre imaginäre kleine schneckenzunge.

Ach, sie hat ja recht …. denkt der kater, während er versucht die aquariumsabdeckung zu öffnen…..ich hab zweiunddreissig kinder, aber ihre mütter hassen mich. Alle, ausnahmslos.

Die abdeckung plumpst auf den boden und der kater wischt sich verschämt die tränen aus den augen …… bevor er sich die freche schnecke fängt.


Mittwoch, 30. Mai 2012

gedankenversteck

wie immer, wenn ich nicht weiter weiss.......flüchte ich hierher......versteck ich mich hinter meinen worten....die rauss müssen aus meinem kopf.....damit ich wieder platz hab....wieder klarer denken kann....


glücklich sollt ich sein......hand in hand mit meiner zweisamkeit durch blühende wiesen springen....ein seelig dämliches lächeln im gesicht.....


statt dessen schlepp ich mich durchs leben.....eine infektion bekämpfend.....die mir die tage verleidet und mich in selbstmitleid versinken lässt.....weil körperliches leid mich schwächt


dazwischen immer wieder das wissen.....das sich etwas ändern muss.....das ich auf dem falschen weg bin.......das ich eine aufgabe habe, die ich erfüllen muss....soll....will


diese immer wieder kehrende angst, dass mir die zeit davonläuft......


diese verdammt zeit....die mir nie genug ist.....nie


die ich vergeude mit arbeit, die ich, der menschen wegen, mag.......aber die mein körper immer öfter verabscheut.....


die ich vergeude mit zweifeln......obwohl ich doch ganz genau weiss, was ich bin.....was ich will


es fehlt nur noch ein kleiner schritt......doch ich bin wie gelähmt und kann ihn nicht gehen


noch nicht.....


bald schon......bald muss ich ihn machen.........damit mein körper heilt und meine seele endlich frei ist













Freitag, 6. April 2012

Sie stand am küchentisch und starrte ins leere.
Ihre gedanken waren weit weg, in der vergangenheit. In der glücklichen zeit. In der zeit, die sie mit ihm verbracht hatte.


So jung war er, so gutaussehend. Umschmeichelte sie, mit komplimenten und fröhlichkeit, brachte sie zum lachen, mit seiner unbeschwertheit.
Jeden tag stand er vor ihrem haus, schenkte ihr blumen, überhäufte sie mit liebesgedichten und bettelte um ihre aufmerksamkeit.


Und irgendwann wollte sie nicht mehr vernünftig sein........sondern in seiner nähe, für immer und ewig.

Nie würde sie die worte vergessen, die er ihr ins ohr flüsterte, in ihrer ersten gemeinsamen nacht. „Ich werde dich lieben, aber ich werde dir auch irgendwann das herz brechen.“


"Nein, mein liebster", flüsterte sie, "ich breche dir deines."

Sie griff nach dem weissen gefäß, dass vor ihr stand und ihre heissen tränen fielen auf sein tiefgefrorenes herz, während sie es in tausend stücke zerbrach.

Donnerstag, 16. Februar 2012

kitzekleine nonsense geschichte

Er steht an meiner gartentür. Braungebrannt ist er, durchtrainiert, dreitagesbart, wie aus nem filmbilderbuch. Lächelnd geh ich auf ihn zu, will fragen, ob er wen sucht.
Stattdessen kreisch ich.... hey, hast du´n schuss…… er pinkelt seelenruhig weiter an meinen zaun.
Ich markiere....erwidert er.
Verständnislos guck ich ihn an.
Du gehörst mir....sagt er.
Omg, der ist aber durchgeknallt.
Irgendwie tut er mir leid.
Magst´n bier....frag ich.
Er packt seinen pimmel zurück in die hose und springt über den zaun.
Klar, bier ist o.k.....meint er.....schau das ab jetzt immer eins da ist.
Ich nicke artig und wir gehen miteinander ins haus.

Mittwoch, 25. Januar 2012

gute nacht geschichte

Da stand er wieder, an ihrem gartenzaun. 
Sie konnte nur seine umrisse erkennen, nicht sein gesicht. 
Seit vielen monaten war er nun da, jede nacht.
Nie war ihr auch nur der gedanke gekommen ihn anzusprechen, auf ihn zuzugehen. Nie hatte sie ein gefühl der angst verspürt.
Vor dem zu bett gehen, ging sie immer in den garten, um ihm gute nacht zu sagen. Nicht mit worten, die brauchten sie nicht, um einander zu verstehen.
Jeden abend nickten sie sich zu. Sie fühlte sich beschützt.
Denn er war da......und das war gut so.

Freitag, 6. Januar 2012

mini..mini..märchen ---- der vergessene feiertag

Warum ist es denn so ruhig heute, frage ich und gucke gähnend aus dem fenster.
Alle sind tot, piepst die maus. Eine schreckliche seuche hat die menschheit dahingerafft, während du geschlafen hast.
Ach, halt die klappe, sagt der kater und frisst die maus, es ist nur feiertag und alle schafen noch.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

ein kleines hexenmärchen

Ich sitze an meinem schreibtisch und hämmere auf meine laptoptastatur. da bewegt sie sich, ganz langsam geht sie auf, die zimmertür. Und ein grosser grauer katzenkopf guckt mir ins gesicht.
Hy, sag ich. das katzentier guckt weiter. männlich, oder weiblich, frag ich, tu mir dann leichter mit der anrede.
Männlich, knurrt er.
Kommen sie rein,herr kater……wollen sie einen kleinen imbiss zu sich nehmen.
Gern, aber nur wenn der herr hund nicht da ist, antwortet er.
Der arme herr hund ist tot, sag ich, und fange an zu weinen.
Nicht weinen, sagt der kater und schiebt sich zur gänze durch den türspalt.
Ich ertrag es nicht, wenn schöne frauen weinen.
Oh, sie sind ein charmeur, schluchze ich.
Er springt auf meinen schoss und leckt die tränen von meinem gesicht.
Das find ich nun ein wenig ekelig. Aber ich lass ihn machen, will ihn ja nicht beleidigen.
So sitzen wir beide nun da, ich erzähl ihm vom herrn hund und er mir von seinen abenteuern…..und wenn wir nicht eingeschlafen sind, dann reden wir noch immer.